WM 2014 – die Vorbereitungen erreichen die heiße Phase

Die Vorbereitungen zur Fußball Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gelangen langsam in die heiße Phase: Rund 300 Tage vor Start des Turniers, feilt der Gastgeber noch an den organisatorischen und infrastrukturellen Feinheiten, während die Kontinentalverbände ihre Qualifikationsturniere langsam zum Abschluss bringen.

WM 2014 Brasilien flickr (c) Crystian Cruz CC-Lizenz

WM 2014 Brasilien flickr (c) Crystian Cruz CC-Lizenz

Die Asian Football Confederation hat als erster Sportverband bereits Starttickets vergeben: Die Nationalmannschaften aus dem Iran, aus Japan, Südkorea und Australien können bereits ihre Reisevorbereitungen treffen. Jordanien oder Usbekistan könnten noch als fünfte Mannschaft die AFC vertreten. Ob und welches der beiden Teams eines der begehrten Tickets löst, entscheidet sich in den Playoffs.

Insgesamt stehen 31 Endrundenplätze zur Verfügung. Davon sind 5 an Afrika (CAF), 4,5 an Asien (AFC), 0,5 an Ozeanien (OFC) 4,5 an Südamerika (CONMEBOL), 3,5 an Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) und 13 an Europa (UEFA) zur Vergabe zugeteilt. Bis zur Jahreswende werden alle Verbände ihre Qualifikationsturniere zum Abschluss bringen.

In Europa werden bereits Mitte Oktober die ersten 9 Startplätze an Nationen zugewiesen. Dann stehen nämlich die Sieger aus der Gruppenphase fest, die als solche in die Endrunde aufsteigen. Die verbleibenden 4 Startplätze werden unter den 8 besten Gruppenzweiten ausgespielt.

Deutschland hat sich in den mittlerweile sieben Spieltagen der WM-Quali Gruppe C eine gute Tabellenposition erspielt. Mit fünf Punkten Vorsprung auf das Verfolgerfeld aus Österreich, Schweden und Irland (jeweils 11 Punkte) müsste schon einiges schief laufen, damit der Gruppensieg noch verloren geht. Die Frage kreist vielmehr darum, wann es soweit ist. Eventuell könnten schon die nächsten beiden Spieltage den Entscheid bringen.

Über Österreich und die Färöer nach Brasilien

Bereits am 6. September kommt es in Spieltag 8 zum Rückspiel gegen Österreich. Im Hinspiel hat sich die Koller-Elf als harte Nuss erwiesen und nur wegen eines Patzers den Ausgleich versäumt. Marko Arnautovic, dem der Fehler unterlaufen ist, brennt auf Revanche: “Wir alle haben mit Deutschland eine Rechnung offen“, äußert er auf der Pressekonferenz am Dienstag. Auf facebook drückte er sich weniger gewählt aus: „Wenn wir uns den A…. aufreißen (und das werden wir!!!) und David nicht in die falsche Kabine läuft, wird’s verdammt spannend!!“

Auch ÖFB-Coach Koller hegt große Hoffnungen: „Wir müssen unser Konzept konsequent umsetzen, und dann brauchen wir noch das Quäntchen Glück.“ Die selbstbewusste Konkurrenz ist sich hingegen sicher: „Wir werden den Fans etwas bieten und das Spiel auch für uns entscheiden“ (Mesut Özil). Diese Ansicht deckt sich auch mit den Wettquoten der Buchmacher, sie sehen die deutsche Mannschaft gegen Österreich als haushohen Favorit mit lediglich sehr niedrigen Quoten.

Gegen die Österreicher mag statt Selbstbewusstsein eher Vorsicht angeraten sein, auf die Färöer, auf welche Deutschland am 10. September im Rahmen des 9. Spieltages trifft, umgemünzt wirkt das Statement schon weniger überheblich. Immerhin hat sich der Fußballzwerg bisher noch keinen einzigen Punkt in der Gruppenphase erspielt. Kann sich die DFB-Auswahl gleich an beiden Spieltagen profilieren, so könnte der Gruppensieg bereits besiegelt werden. Voraussetzung ist lediglich, dass Schweden und Irland jeweils einmal patzen.

Deutschland unter den Top Favoriten bei den WM Wetten

Für die Endrunde der WM 2014 selbst reiht sich Deutschland an der Spitze der Favoritenliste ein. Lediglich dem Gastgeber Brasilien werden in der Prognose der Wettanbieter etwas bessere Chancen auf den Titel beigemessen. Geht es nach den Buchmachern, so können sich Spanien und Argentinien gleichfalls berechtigte Hoffnungen auf einen WM-Sieg machen.