Kampf zwischen Klitschko und Charr abgebrochen

Charr schäumte vor Wut. Der Ringrichter brach den Kampf am 9. Sept in Moskau auf Raten des Ringarztes ab, nach dem Manuel Charr eine Cutverletzung über dem rechten Auge erlitten hatte und aus dieser stark blutete. Zuvor war er schon von Klitschko zu Boden geschickt worden und lag deutlich nach Punkten zurück.

Der Deutsch-Libanese Manuel Charr hatte großes vor, leider spielte Vitali Klitschko dabei nicht ganz mit. Nachdem Klitschko einige schwere Körpertreffer gelandet hatte, ging Charr in der zweiten Runde zum ersten Mal auf die Matte. In Runde Vier war es dann soweit. Der Kampf wurde zu Gunsten Vitali Klitschkos abgebrochen, nachdem Charr aus einer Cutverletzung über dem rechten Auge stark blutete. Der Kampf wurde dann auf Raten des deutschen Ringarztes Stefan Holthusen vom italienischen Ringrichter abgebrochen. Damit wollte sich der Unterlegene Charr jedoch nicht abfinden. Nach dem Kampf kam es zu leichten Tumulten und Charr appellierte an Klitschkos Ehre und forderte ihn auf weiter zu kämpfen. Ohne Erfolg.

Charr als Underdog – Klitschko als alter Hase

Manuell Charr ging als Underdog in den Kampf. Was ihm jedoch fehlte, war eindeutig Klitschkos Erfahrung. So kann er mit seinen 27 Jahren eine Bilanz von 21 Siegen, davon 11 durch K.o.,  vorweisen. Vitali Klitschko kommt mit 41 Jahren auf 44 Siege, davon wurden 40 vorzeitig gewonnen. Klitschko sprach nach dem Kampf davon seine Boxkarriere in Naher Zukunft an den Nagel zu hängen. Als krönender Abschluss wird von vielen Seiten auf einen Kampf gegen David Haye spekuliert. Haye war selbst beim Kampf in Moskau vor Ort und forderte Klitschko öffentlich zum Kampf. Er brauche noch einen Sieg gegen Klitschko in seinem Kampfrekord. Haye hatte im Juli letzten Jahren gegen Klitschko nach Punkten verloren.